Strafenkatalog-Vorlagen für jede Mannschaft
Fertige Kataloge mit erprobten Beträgen — zum Ausdrucken für die Kabine oder mit einem Klick direkt in deine digitale Mannschaftskasse. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Fußball
Der Klassiker: Verspätung, Karten, Trikotdienst. Für Herren- und Damenmannschaften im Amateurbereich.
15 StrafenJugendmannschaft
Kleine Beträge, viele Alternativen ohne Geld. Für A- bis F-Jugend, abgestimmt mit den Eltern.
11 StrafenHandball
Zeitstrafen, Siebenmeter, Harzflecken. Auf den Hallensport zugeschnitten.
14 StrafenVolleyball
Aufschlagfehler, Netzberührung, Schiri-Dienst. Für Hallen- und Freizeitmannschaften.
13 StrafenLustige Strafen
Für Mannschaften, die es mit Humor nehmen: von der Modesünde bis zum Kabinen-DJ.
43 StrafenWie hoch sollen die Beträge sein?
Die Frage, an der die meisten Kataloge scheitern — meistens nach oben. Eine Strafe soll wehtun, aber niemanden aus der Mannschaft drängen. Als Orientierung: Die kleinste Strafe kostet ungefähr einen Kaffee, die größte einen Abend im Vereinsheim. In Zahlen sind das im Erwachsenenbereich etwa zwei bis fünfundzwanzig Euro, in der Jugend ein bis zwei Euro.
Wichtiger als die absolute Höhe ist das Verhältnis untereinander. Zu spät zum Training und zu spät zur Auswärtsfahrt sind nicht dasselbe: Im einen Fall warten zehn Leute zehn Minuten, im anderen steht ein ganzer Bus. Ein Faktor von fünf dazwischen wird ohne Murren akzeptiert.
Und legt eine Obergrenze pro Monat fest. Wer in einer schlechten Woche vierzig Euro zusammenbekommt, zahlt am Ende gar nichts mehr — und dann habt ihr weder das Geld noch die Regel.
Wer beschließt den Katalog?
Die Mannschaft, gemeinsam, einmal zu Saisonbeginn. Nicht der Trainer allein und nicht der Kassenwart, auch wenn er den meisten Ärger damit hat.
Das ist keine Formsache. Wer mitentschieden hat, diskutiert später nicht mehr über die Höhe — höchstens noch darüber, ob er wirklich zu spät war. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Kasse, die sich füllt, und einer, die nach acht Wochen einschläft.
Notiert das Beschlussdatum auf dem Blatt. Klingt nach Bürokratie, erspart euch aber im Frühjahr die Diskussion, was im Sommer eigentlich vereinbart war.
Das eigentliche Problem: das Einsammeln
Einen Katalog hat fast jede Mannschaft. Eine Kasse, die stimmt, hat fast keine. Der Unterschied liegt nie am Katalog, sondern immer an der Zeit zwischen dem Vergehen und dem Bezahlen.
Was funktioniert: sofort notieren, noch in der Kabine. Was nicht funktioniert: sich etwas merken und am Sonntag eintragen. Nach drei Tagen weiß niemand mehr, ob es zwölf oder zwanzig Minuten waren, und aus einer klaren Regel wird eine Verhandlung.
Der zweite Teil ist genauso wichtig: Die Spieler müssen jederzeit selbst sehen können, was sie offen haben. Eine Liste, die nur der Kassenwart kennt, erzeugt genau die Nachfragen, die sie eigentlich ersparen sollte.
Was nicht in den Katalog gehört
Nichts, was sportliches Versagen bestraft. Ein verschossener Elfmeter ist einen Lacher wert, eine schlechte Zweikampfquote nicht — wer für Leistung zahlt, spielt ängstlich.
Nichts, was einzelne härter trifft als andere. Der Auszubildende und der Zahnarzt stehen in derselben Mannschaft, und beide sollen mitmachen können. In der Jugend heißt das konkret: zu jeder Geldstrafe eine sportliche Alternative.
Und nichts, was der Verein oder der Verband schon regelt. Wer die Rote Karte zusätzlich zur Verbandsstrafe abrechnet, straft zweimal für dieselbe Sache.
Warum überhaupt ein Strafenkatalog?
Weil Diskussionen aufhören, sobald etwas aufgeschrieben ist. Wer zu spät kommt, weiß vorher, was es kostet — und niemand muss es ihm erklären. Drei Dinge machen einen guten Katalog aus:
- Die Mannschaft beschließt ihn gemeinsam, nicht der Trainer allein
- Wenige, klare Regeln statt vierzig Sonderfälle
- Beträge, die wehtun, aber niemanden ausschließen